Something sticky is stuck
Perhaps it is my heart. Still
It keeps on rolling. Ashes to
ashes, persona to persona.

Photo credit: Mayra Wallraff

Something Sticky is Stuck is a 20 minutes solo in four parts. It combines Pauline Payen’s research on certain aspects of psychological sound techniques (Musak, super-charged-positive-affirmations and binaural beats) with X.Lisboa’s Moving-Image-Awareness method and some tools of clowning.

Adopting as source-material very stereotyped texts, images and sounds, Pauline investigates how these found-materials influence and shape the body archive. Her research reflects on the politics of desire in neo-liberal western popular cultures.

Pauline stages power relationships in playful ways. She works with paradox, using intertwined tactics of pleasing and controlling. Seeing the world as a place of drag-extended practice, her collection of personas is constantly growing, evolving, and returning, adopting fiction as a strategy.

NB: you can request a full video documentation of the work at paulinepayen(at)yahoo.fr

 

SCROLL DOWN TO READ TEXT BY CRITIC CHIRSTINE MASTCHKE (in German)

Concept, Choreographie, Performance: Pauline Payen
Performance-Coaching, Dramaturgie: Xica Lisboa, Cligia Gadola
Produced by Pauline Payen with the contribution of Alumni Tanz Festival, ADA Studio:
Gabi Beier// Cilgia Gadola// Alexandra Hennig// Johanna Withelm

Duration: 20minutes: premiered at ADA Studio, May 2018

Photos credit: Mayra Wallraff







 

TEXT FROM CHRISTINE MATSCHKE/ADA GUEST- WRITER OF ADA STUDIO 2018 (in german):

 

“ Eine adrette junge Frau – schwarze Stoffhose, weiße Bluse und Hochsteckfrisur – tritt selbstbewussten sowie schwungvollen Schrittes auf die Bühne und schmeißt sich lächelnd in Pose. Die eine Hand in die Hüfte gestemmt, trägt sie auf der anderen, karyatidengleich, (Karyatide – Gebälkträgerin) einen Ziegelstein. Zu locker beschwingter Fahrstuhlmusik flirtet sie mit dem Publikum und tut so als hätte der Stein kein Gewicht. Doch allmählich beginnen ihre Gesichtszüge zu zittern und zwischen die aufgesetzten Leichtigkeitsminen mischt sich, mit kokett verdrehten Augen, eine bislang überspielte körperliche Anstrengung – diese Performance ist ein clownesker Balanceakt, eine amüsante Unterhaltsamkeit, die mit der Idee des schönen Scheins spielt. Letztere findet ihren Anschluss in einer Szene, in der Pauline Payen den Satz „I´m getting payed for being me” wiederholt. Übt sie damit Kritik an Vorbildern aus der Werbung, die vor oberflächlicher Glückseligkeit strotzenden?! Wenn das so wäre, dann setzt Payen an die Stelle eines vielversprechenden Produkts – ich spule in Gedanken zur Anfangsszene zurück – einen Ziegelstein! Am Ende der Performance, nach einer langen Posen-Odyssee, lehnt sich Payen an eine der Studiowände, um sich eine (imaginäre) Zigarette anzuzünden. Dabei wirkt sie als müsse sie sich von ihrem zweiten, aufgesetzten Ich erholen. Ein Zweit-Ich, das so seine Scherze mit ihr treibt. Payen tritt hier in ironische Distanz zu sich selbst … Und die Zigarette? —„Liberté toujours” verspricht eine bekannte französische Zigarettenmarke. Auch bei Payen wird dem Publikum ein Unabhängigkeitsgefühl suggeriert, das allerdings ganz bewusst auf wackeligen Füßen steht.

 

Notiz: Vielen Dank an Agnes Kern und Valentin Schmehl für ein paar ausgeschnittene Werbefotos, die makellos schöne und junge Frauen zeigen, die in souveräner Pose vor einem Schälchen Salat sitzen. Dazu haben Kern & Schmehl Payens Kernsatz „I´m getting payed for being me“ notiert. Eine sehr treffende Assoziation im Instant-Atlas, die zu einem inspirierenden Puzzleteil in meinem Gedankensammelsurium zur Performance wurde.”